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JEZUS IS DE VOLMAAKTE OPENBARING VAN DE HEILIGHEID EN HET ERBARMEN VAN DE VADER
Tijdens de H. Mis van de kerkwijding van de nieuwe Romeinse parochie "San Corbiniano"

Beminde broeders en zusters:

Ik ben erg blij om onder jullie te zijn om een ??zo belangrijke gebeurtenis als de toewijding aan God en aan de dienst van de gemeenschap van deze kerk ter ere van H. Corbinianus te vieren. De Voorzienigheid heeft gewild dat deze ontmoeting zou plaatsvinden op de tweede zondag van de Vastentijd, die wordt gekenmerkt door het evangelie van de Gedaanteverandering van Jezus. Zo komen vandaag twee elementen samen, beide zeer belangrijk: aan de ene kant het mysterie van de Gedaanteverandering en anderzijds van de tempel, dat wil zeggen van het huis van God te midden van uw huizen. De Bijbellezingen die we hebben gehoord zijn gekozen om deze twee aspecten te belichten. De Gedaanteverandering: De evangelist Mattheüs heeft ons verteld wat voorviel toen Jezus een hoge berg beklom met drie van zijn leerlingen: Petrus, Jacobus en Johannes. Terwijl zij op de top van de berg verbleven, geheel alleen, straalde het gezicht van Jezus, evenals zijn gewaden. Dat noemen we «Gedaanteverandering»: een stralend mysterie dat ons sterkt. Wat is de betekenis ervan?

De Gedaanteverandering is een openbaring van de persoon van Jezus, van zijn diepe realiteit. In feite waren de ooggetuigen van die gebeurtenis, dat wil zeggen de drie apostelen, overschaduwd door een wolk, ook lichtend — die in de Bijbel altijd de aanwezigheid van God aankondigt — en hoorden een stem die zei: «Dit is mijn Zoon, de Welbeminde, in wie Ik mijn behagen heb gesteld; luistert naar Hem» (Mt. 17, 5). Met dit evenement moesten de leerlingen zich voorbereiden op het Paasmysterie van Jezus: om de vreselijke beproeving van de passie te overwinnen en ook om het heldere feit van de verrijzenis goed te begrijpen.

Het relaas spreekt ook van Mozes en Elia die verschenen en met Jezus spraken. Inderdaad, deze geschiedenis is gerelateerd aan twee andere goddelijke openbaringen. Mozes was de berg Sinaï bestegen en daar had hij de openbaring van God ontvangen. Hij had gevraagd om zijn glorie te zien, maar God had geantwoord dat hij hem niet van aangezicht tot aangezicht zou zien, maar slechts van achteren. Vgl. Ex. 33, 18-23  Evenzo had Elia ook een openbaring van God gehad op de berg: een meer intieme manifestatie, niet met een storm, of met een aardbeving of met het vuur, maar met een zachte bries. Vgl. 1 Kon. 19, 11-13  Anders dan deze twee geschiedenissen, heeft in de Gedaanteverandering Jezus niet de openbaring van God, maar het is juist in Hem dat God zich openbaart en zijn gelaat toont aan de Apostelen. Dus wie God wil kennen, moet het gelaat van Jezus beschouwen, zijn verheerlijkte gelaat: Jezus is de volmaakte openbaring van de heiligheid en het erbarmen van de Vader. Bedenken we bovendien dat Mozes op de berg Sinaï ook de openbaring van Gods wil ontving: de tien geboden. En op dezelfde wijze ontving ook op de berg Elia van God de goddelijke openbaring van een te vervullen zending. Jezus daarentegen ontvangt niet de openbaring van wat Hij zal moeten doen: dat weet Hij al. Het zijn eerder de apostelen die in de wolk de stem van God horen die gebiedt: «Luistert naar Hem». De wil van God openbaart zich volledig in de persoon van Jezus. Wie volgens Gods wil verlangt te leven, moet Jezus volgen, naar hem luisteren, zijn woorden aannemen en zich daarin verdiepen, met behulp van de Heilige Geest. Dit is de eerste uitnodiging die ik u wil doen met grote genegenheid, beste vrienden: groei in de kennis van en de liefde tot Christus, als individuen en als parochiegemeenschap; vind Hem in de Eucharistie, in het beluisteren van zijn Woord, in het gebed, in de naastenliefde.

Der zweite Punkt ist die Kirche, als Gebäude und vor allem als Gemeinschaft. Bevor ich jedoch Überlegungen zur Weihe eurer Kirche anstelle, möchte ich euch sagen, daß meine Freude, heute bei euch zu sein, aus einem besonderen Grund noch größer wird. Der hl. Korbinian ist nämlich der Gründer des Bistums Freising, in Bayern, dessen Bischof ich vier Jahre lang war. In mein Bischofswappen habe ich ein Element eingefügt, das eng mit der Geschichte dieses Heiligen verbunden ist: den Bären. Ein Bär – so heißt es – hatte Korbinians Pferd zerrissen, als dieser sich auf dem Weg nach Rom befand. Er tadelte ihn streng, konnte ihn zähmen und lud ihm das Gepäck auf, das bis zu diesem Augenblick das Pferd getragen hatte. Der Bär trug die Last bis nach Rom, und erst hier ließ der Heilige ihn frei.

Vielleicht sollte man an diesem Punkt einige Worte zum Leben des hl. Korbinian sagen. Der hl. Korbinian war ein französischer Priester aus der Gegend von Paris und hatte in der Nähe von Paris ein Kloster gegründet. Er war als geistlicher Ratgeber sehr angesehen, suchte jedoch vielmehr die Kontemplation und kam daher nach Rom, um sich hier bei den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus ein Kloster zu errichten. Aber Papst Gregor II. – wir befinden uns in der Zeit um das Jahr 720 – schätzte seine Fähigkeiten, er hatte seine Fähigkeiten erkannt, weihte ihn zum Bischof und trug ihm auf, nach Bayern zu gehen und dort das Evangelium zu verkünden. Bayern: Der Papst dachte an das Land zwischen der Donau und den Alpen, das 500 Jahre lang die römische Provinz Rätien gewesen war; erst am Ende des 5. Jahrhunderts war die lateinische Bevölkerung größtenteils nach Italien zurückgekehrt. Dort geblieben waren nur wenige, die einfachen Menschen; das Land war spärlich besiedelt, und ein neues Volk hatte sich dort niedergelassen, das bayerische Volk, das ein christliches Erbe vorgefunden hatte, weil das Land in der Römerzeit christianisiert worden war. Das bayerische Volk hatte sofort verstanden, daß dies die wahre Religion sei und wollte christlich werden, aber es fehlte an gebildeten Menschen, es fehlte an Priestern, um das Evangelium zu verkünden. Und so war das Christentum sehr bruchstückhaft geblieben und noch in den ersten Anfängen verhaftet. Der Papst wußte um diese Situation, er kannte den Glaubensdurst, der in jenem Land herrschte, und beauftragte daher den hl. Korbinian, dort hinzugehen und das Evangelium zu verkünden. Und in Freising, der Stadt des Herzogs, auf einem Hügel, hat der Heilige den Dom errichtet – er hatte bereits ein Marienheiligtum vorgefunden –, und über 1000 Jahre lang blieb der Bischofssitz dort. Erst nach der napoleonischen Zeit wurde er 30 Kilometer weiter südlich nach München verlegt. Es heißt noch heute Bistum München und Freising, und der eindrucksvolle romanische Dom von Freising ist nach wie vor das Herz des Bistums. So sehen wir, daß die Heiligen für die Einheit und die Universalität der Kirche stehen. Die Universalität: Der hl. Korbinian verbindet Frankreich, Deutschland und Rom miteinander. Die Einheit: Der hl. Korbinian sagt uns, daß die Kirche auf Petrus gründet, und er garantiert uns auch die Beständigkeit der auf dem Fels gegründeten Kirche, die vor 1000 Jahren dieselbe Kirche war wie heute, weil der Herr stets derselbe ist. Er ist immer die Wahrheit, immer alt und neu zugleich, sehr aktuell, gegenwärtig, und er schließt uns die Zukunft auf.

Jetzt möchte ich allen danken, die dazu beigetragen haben, diese Kirche zu errichten. Ich weiß, wie sehr die Diözese Rom darum bemüht ist, jedem Stadtteil angemessene Gemeindekomplexe zu gewährleisten. Ich grüße den Kardinalvikar, den Weihbischof dieses Teils von Rom sowie den als Sekretär der »Opera Romana per la Preservazione della Fede e la Provvista di Nuove Chiese« tätigen Bischof und danke ihnen. Ich grüße vor allem meine beiden Nachfolger. Ich grüße Kardinal Wetter, von dem die Initiative zur Weihe einer Pfarrkirche an den hl. Korbinian ausgegangen ist und der die Umsetzung des Projekts großherzig unterstützt hat. Danke, Eminenz. [Der Papst fügte auf deutsch hinzu: Herzlichen Dank. Ich freue mich, daß die Kirche so schnell gewachsen ist]. Ich grüße Kardinal Marx, den derzeitigen Erzbischof von München und Freising, der nicht nur weiterhin in der Liebe zum hl. Korbinian steht, sondern auch zu seiner Kirche in Rom. [Auf deutsch sagte der Heilige Vater: Herzlichen Dank auch Ihnen]. Ich grüße auch Bischof Clemens von der Diözese Paderborn, Sekretär des Päpstlichen Rats für die Laien. Ein besonderer Gruß gilt dem Pfarrer, Don Antonio Magnotta, verbunden mit einem aufrichtigen Dank für die Worte, die Sie an mich gerichtet haben. Danke! Und ich grüße natürlich auch den Kaplan! Durch alle hier Anwesenden möchte ich den etwa 10.000 Einwohnern der Pfarrei meine herzliche Nähe bekunden. Um die Eucharistie versammelt werden wir stärker gewahr, daß die Sendung jeder christlichen Gemeinde darin besteht, allen die Botschaft der Liebe Gottes zu bringen, allen sein Angesicht zu vermitteln. Daher ist es wichtig, daß die Eucharistie immer das Herz des Lebens der Gläubigen darstellt – wie heute in eurer Pfarrei, auch wenn nicht alle ihre Glieder persönlich daran teilnehmen konnten.

Wir erleben heute einen wichtigen Tag; er krönt die Anstrengungen, die Mühen, die Opfer, die dargebracht wurden, sowie den Einsatz der hier ansässigen Menschen, zu einer christlichen Gemeinde heranzuwachsen, die reif ist und in der Lage, eine Kirche zu haben, die nunmehr endgültig dem Gottesdienst geweiht ist. Ich freue mich, daß dieses Ziel erlangt worden ist, und bin sicher, daß es die Angliederung von Menschen und das Wachstum der Familie der Gläubigen in diesem Gebiet fördern wird. Die Kirche will in jedem Stadtteil, in dem die Menschen leben und arbeiten, präsent sein, durch die Bezeugung des Evangeliums konsequenter und treuer Christen, aber auch durch Bauten, die es ermöglichen, sich zum Gebet und für die Sakramente zu versammeln, zur christlichen Unterweisung und zum Aufbau freundschaftlicher und brüderlicher Beziehungen, die die Kinder, die Jugendlichen, die Familien und die älteren Menschen in jenem Geist der Gemeinschaft wachsen lassen, den Christus uns gelehrt hat und dessen die Welt so sehr bedarf.

Ebenso wie der Gemeindekomplex erbaut wurde soll mein Besuch euch ermutigen, jene Kirche aus lebendigen Steinen, die ihr seid, immer besser aufzubauen. Das haben wir in der Zweiten Lesung gehört: »Ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau«, schreibt der hl. Paulus an die Korinther (1 Kor 3,9) und an uns; und er ermahnt sie, auf dem einzigen wahren Grund zu bauen: Jesus Christus (vgl. 3,11). Auch ich ermahne euch daher, eure neue Kirche zu dem Ort zu machen, an dem man lernt, das Wort Gottes zu hören, zur immerwährenden »Schule« des christlichen Lebens, von der jede Aktivität dieser jungen und engagierten Pfarrei ausgeht. Im Hinblick auf diesen Aspekt ist der Text des Buches Nehemia erleuchtend, der uns in der Ersten Lesung unterbreitet wurde. Man sieht darin gut, daß Israel das Volk ist, das versammelt wurde, um das Wort Gottes zu hören, das im Buch des Gesetzes geschrieben steht. Dieses Buch wird von den Priestern feierlich verlesen und dem Volk ausgelegt, das stehend die Hände zum Himmel erhebt, sich dann verneigt und vor dem Herrn niederwirft, mit dem Gesicht zur Erde, zum Zeichen der Anbetung. Es ist eine wahre Liturgie, die beseelt ist vom Glauben an Gott, der spricht, von der Reue über die eigene Untreue gegenüber dem Gesetz des Herrn, vor allem aber von der Freude, denn die Verkündigung seines Wortes ist ein Zeichen, daß Gott sein Volk nicht verlassen hat, daß er nahe ist. Indem ihr euch versammelt, um mit Glauben und Beharrlichkeit das Wort Gottes zu hören, werdet auch ihr, liebe Brüder und Schwestern, von Sonntag zu Sonntag zur Kirche Gottes, werdet ihr durch sein Wort innerlich geformt und geprägt. Welch ein großes Geschenk ist das doch! Seid dafür stets dankbar.

Eure Gemeinde ist jung; sie setzt sich zum großen Teil aus jungverheirateten Paaren zusammen, die in diesen Stadtteil ziehen; es gibt viele Kinder und Jugendliche. Ich weiß, welche Mühen und welche Aufmerksamkeit der Familie und der Begleitung der jungen Paare gewidmet werden: Bringt eine Familienpastoral hervor, die von der offenen und herzlichen Annahme der neuen Familien geprägt ist und die das gegenseitige Kennenlernen fördert, damit die Pfarrgemeinde immer mehr zu einer »Familie der Familien« werde, die fähig ist, sowohl die Freuden als auch die unvermeidlichen Anfangsschwierigkeiten mit ihnen zu teilen. Ich weiß auch, daß mehrere Gruppen von Gläubigen sich versammeln, um zu beten, in der Schule des Evangeliums unterwiesen zu werden, an den Sakramenten teilzunehmen und die Dimension der Nächstenliebe zu leben, die für das christliche Leben grundlegend ist. Ich denke an jene, die versuchen, durch die »Caritas« auf der Ebene der Pfarrei den vielen in diesem Gebiet vorhandenen Schwierigkeiten entgegenzukommen, indem sie besonders für die Bedürfnisse der Armen und Notleidenden Sorge tragen. Ich freue mich über das, was ihr zur Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf die Sakramente des christlichen Lebens tut, und fordere euch auf, euch immer mehr auch ihren Eltern zuzuwenden, besonders jenen, die kleine Kinder haben; die Pfarrei muß sich bemühen, auch ihnen – zu günstigen Tageszeiten und in geeigneter Form – Begegnungen zum Gebet und zur Unterweisung anzubieten, vor allem den Eltern der Kinder, die die Taufe und die anderen Sakramente der christlichen Initiation empfangen sollen. Besondere Fürsorge und Aufmerksamkeit sollt ihr auch jenen Familien entgegenbringen, die sich in Schwierigkeiten befinden oder die in unsicheren oder ungeordneten Verhältnissen leben. Laßt sie nicht allein, sondern seid ihnen liebevoll nahe und helft ihnen, den wahren Plan Gottes für die Ehe und die Familie zu verstehen. Ein besonderes Wort der Zuneigung und der Freundschaft möchte der Papst auch an euch richten, liebe Kinder und Jugendliche, die ihr mir zuhört, sowie an eure Altersgenossen, die in dieser Pfarrei leben. Das Heute und das Morgen der kirchlichen und zivilen Gemeinschaft sind ganz besonders euch anvertraut. Die Kirche erwartet viel von eurer Begeisterung, von eurer Fähigkeit, nach vorne zu schauen, und von eurem Verlangen nach radikalen Lebensentscheidungen.

Beste vrienden van heilige Corbinianus, de Heer Jezus die de apostelen naar de berg voerde om te bidden en hun zijn glorie openbaarde, heeft ons vandaag uitgenodigd in deze nieuwe kerk: hier kunnen we naar Hem luisteren, hier kunnen we zijn tegenwoordigheid herkennen in het breken van het eucharistische brood en zo een levende Kerk worden, tempel van de Heilige Geest, teken van Gods liefde in de wereld. Keert terug naar uw huizen met een hart vol dankbaarheid en vreugde, omdat u deel uitmaakt van dit grote spirituele gebouw dat de Kerk is. Aan de Maagd Maria vertrouwen wij onze Veertigdagen-reis toe, evenals die van de hele Kerk. Moge de Maagd, die haar Zoon Jezus naar het kruis volgde, ons helpen om trouwe leerlingen van Christus te zijn, zodat we samen met haar kunnen deelhebben aan de vreugde van Pasen. Amen.

Document

Naam: JEZUS IS DE VOLMAAKTE OPENBARING VAN DE HEILIGHEID EN HET ERBARMEN VAN DE VADER
Tijdens de H. Mis van de kerkwijding van de nieuwe Romeinse parochie "San Corbiniano"
Soort: Paus Benedictus XVI - Homilie
Auteur: Paus Benedictus XVI
Datum: 20 maart 2011
Copyrights: © 2011, Libreria Editrice Vaticana / Stg. InterKerk / Nederlandse Bisschoppenconferentie
© 2020, Gedeeltelijke vert. uit het Italiaans: W.J.G.A. Veth pr,; alineaverdeling en -nummering: redactie
Gedeeltelijk Duitstalige versie
Bewerkt: 12 maart 2020

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